1. Junior Masters in Ludwigsburg – Ein beeindruckender Auftakt für Leon und Maresa

Am 14. März fand in Ludwigsburg das 1. Junior Masters der Saison statt. Für Leon und Maresa vom RKV Bullach bedeutete dieser Wettkampf absolutes Neuland: Beide gingen erstmals bei den Junior Masters an den Start – und das gleich mit großem Erfolg.

Die Junior-Masters-Serie ist die Qualifikationsgrundlage für die Europameisterschaft 2026 in Höchst (Österreich) sowie für eine mögliche Nominierung in die Junioren-Nationalmannschaft. Jeder Wettkampf besteht aus einer Vorrunde, deren Ergebnis bereits als erstes EM-Qualifikationsergebnis zählt. Die besten drei Athleten bzw. Paare jeder Disziplin qualifizieren sich zusätzlich für das Finale, das als zweites Qualifikationsergebnis gewertet wird. Insgesamt umfasst die Serie drei Wettkämpfe – nach Ludwigsburg folgen noch die Stationen Nufringen (28.03., Baden-Württemberg) und Neuenkirchen (11.04., Niedersachsen).

Vorrunde: Sensationeller Einzug ins Finale

Nach der Mittagspause startete die Disziplin 2er Kunstradsport Junioren (offen). Leider haben sich deutschlandweit insgesamt nur drei Paare für die komplette Junior-Masters-Serie qualifiziert.

Leon und Maresa zeigten in der Vorrunde eine sauber gefahrene Kür. Auf diesem Leistungsniveau werden jedoch bereits kleinste Wackler konsequent bestraft, sodass einige Punktabzüge hingenommen werden mussten. Am Ende standen 69,76 Punkte von eingereichten 83,80 Punkten zu Buche.
Mit dieser Leistung erreichten sie einen sensationellen 2. Platz in der Vorrunde und qualifizierten sich direkt in ihrem ersten Juniorenjahr für das abendliche Finale – ein herausragender Erfolg.

Ein langer Wettkampftag und eine besondere Atmosphäre

Für alle Beteiligten war dieser Wettkampf auch organisatorisch absolutes Neuland. Der Wettkampftag begann bereits um 10:00 Uhr und endete erst gegen 22:00 Uhr nach dem Finale. Um optimal vorbereitet in die Abendveranstaltung zu gehen, nutzten Leon und Maresa die Zeit am Nachmittag für eine kurze Erholungspause im Hotel.

Ab 19:00 Uhr begann dann das große Highlight: Licht aus, Scheinwerfer an – die Präsentation der besten drei Athleten jeder Kategorie. Mit individuellem Intro für jeden Finalisten sorgte der RKV Poppenweiler gemeinsam mit seinem gesamten Organisationsteam für eine echte Gänsehaut-Atmosphäre. Eine Kulisse, die die beiden noch nie erlebt haben.

Finale: Kampfgeist und wertvolle Erfahrungen

Im Finale gingen Leon und Maresa mit dem klaren Ziel an den Start, erneut eine stabile Kür zu zeigen. Leider misslang zu Beginn der Sattelstand einzeln, was einen Sturz und eine 100-%-Abwertung zur Folge hatte. Davon ließen sich die beiden jedoch nicht aus der Ruhe bringen und fuhren ihre Kür konzentriert und souverän weiter.

Nach etwa zwei Minuten erfolgte der Radwechsel auf ein Rad – der besonders starke und sichere Part der beiden. Unglücklicherweise kam es hier zu einem Doppelsturz bei der Lenkervorhebehalte / Dornenstand, was hohe Abzüge nach sich zog.
Ihre Höchstschwierigkeiten, bei denen Maresa auf Leons Schultern sitzt und Leon die Steiger-Serie fährt, präsentierten sie hingegen erneut souverän und technisch sauber.

Trotz der groben Patzer erzielten Leon und Maresa im Finale 63,35 Punkte von 83,80 Punkten und belegten auch hier den 2. Platz. In der EM-Qualifikation liegen sie damit aktuell ebenfalls auf Rang 2 – ein unbeschreibliches Gefühl, bereits im ersten Juniorenjahr zu den besten Paaren Deutschlands in dieser Disziplin zu gehören.

Dieser Wettkampf hat alle Beteiligten um viele wertvolle Erfahrungen reicher gemacht. Leon und Maresa wissen, dass sie es noch besser können – und genau das macht Mut für die kommenden Junior Masters.

Ein herzlicher Dank gilt dem RKV Poppenweiler für die herausragende Organisation und Durchführung dieser beeindruckenden Veranstaltung.

Die Ergebnisliste ist hier zu finden.