Bayern-Cup: Sonnenstuhl-Pokal

Der Sonnenstuhl-Pokal in Randersacker ist der Einstieg in die alljährliche Bayern-Cup-Serie des Kunstradfahrens. Nach vier landesoffenen Vorläufen wird im abschließenden Finale der Gesamtsieger gekürt. Beim RMSC Solidarität hat man sich vorgenommen, an allen Wettkämpfen teilzunehmen.

In der jüngsten U11-Altersgruppe zeigte Tom Egerer 18 Figuren mit 26,00 Punkten. Er durfte als Erster auf die Fahrfläche, da seine vier Konkurrenten über 40 Punkte vorlegten. Eine bessere Platzierung war damit zwar ausgeschlossen, dennoch bestätigt der Abzug von nur 7,70 Punkten eine sehr ordentliche Leistung. Eine bessere Haltung bei den beiden letzten Kürbildern hätte ihm zudem noch 3,60 Punkte gut gebracht.

Hannah Milke traf bei den U13-Schülerinnen auf 15 weitere Starterinnen. Mit 40,60 Punkten aus 23 Figuren stand auch sie am Ende des Feldes. Einen Abstieg beim Sattellenkerstand steckte sie problemlos weg, zum Kürende hin fielen zwei Elemente jedoch noch völlig aus der Wertung. Ohne diese vermeidbaren Schnitzer hätte sie sich sogar um einen Platz verbessert.

Bei den U19-Juniorinnen zeigten 15 Aktive ihr Können. Astrid Schmiedl nahm mit 63,60 Punkten aus 25 Figuren den vorletzten Ausgangsrang ein. Obwohl sie bei einer Übergangsfigur absteigen und dadurch den folgenden Lenkersitzsteiger auslassen mußte, fuhr sie sehr gute 55,67 Punkte aus und rückte auf den 12. Platz vor.

Im U15-Altersbereich trafen Janick Polster und Jonas Schwanfelder lediglich auf zwei Konkurrenten. Janick konnte sich mit 45,80/30,70 Punkten nicht verbessern. Zum einen, weil er 22 Punkte hinter dem nächsten Konkurrenten lag, zum anderen, weil zwei Bodenberührungen und eine volle Abwertung einem besseren Ergebnis entgegen standen.

Jonas – eigentlich erst in die U13-Gruppe eingereiht – führte mit ebenfalls 25 Figuren, aber starken 88,60 Punkten das „Minifeld“ an. Mit 78,70 ausgefahrenen Punkten war ihm der 1. Platz nicht zu nehmen, obwohl er bei der Sattelstützgrätsche und beim Drehsprung patzte. Mit 50 Platzierungs- und vier Bonauspunkten für geringste Abzüge setzte er damit bereits beim ersten Pokalwettkampf ein deutliches Siegessignal.

Foto: Seine schwierigste Figur, der Sattellenkerstand, zum Kürbeginn.

janick

Jonas Schwanfelder – Sportler des Jahres

Nach zwei Mal Rang zwei bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ in Schwabach fuhr er diesmal ganz nach vorne. Jonas Schwanfelder vom RMSC Solidarität Schwabach möchte einmal im 1er Kunstradfahren ein ganz Großer werden — Freitagabend bei der Sportlerehrung der Stadt Schwabach im Markgrafensaal konnte er sich erstmals einreihen in die Riege der Titelträger bei dieser Sportlerwahl.
Katharina Weiss, Mario Vonhof oder Liana Wolf hießen die „Sportler des Jahres“ in den vergangenen Jahren. Mit Jonas Schwanfelder wird nun ein neuer Name auf den Siegerlisten verewigt.

Die zuletzt 2-fache Titelträgerin Liana Wolf musste sich diesmal mit dem Bronzerang begnügen. Das Tanzmariechen der DJK Schwabach ist immerhin amtierende deutsche Meisterin ihrer Altersklasse.
Anika Treffehn, Nachwuchs-Leichtathletin, des TV 1848 Schwabach hatte als Zweite jedenfalls mehr Stimmen für sich gewinnen können.

Bezirksmeisterschaft U19

Bei der Bezirksmeisterschaft Mittelfranken im Kunstradfahren gelang Astrid Schmiedl vom RMSC Solidarität Schwabach ein guter Einstieg in die neue Wettkampfsaison. In der Altersklasse (U 19) Juniorinnen verbesserte sie sich in der Disziplin 1er Kunstfahren um einen Rang und wurde Vierte.

Ihre 25 Kürfiguren summieren sich nunmehr auf 63,60 Punkte, eine Steigerung um 15,70 gegenüber dem Vorjahr. Bei neun Starterinnen lag sie damit auf dem fünften Ausgangsrang. Mit den drei schwierigsten Figuren, dem Front-, Sattellenker- und Sattelstand, zusammen 15,30 Punkte, legte sie furios und fehlerfrei los. Bei der Schwierigkeitswertung verlor sie im Verlauf der Kür durch zwei 50 Prozent-Abwertungen 2,4 Punkte, durch einen Abstieg beim Drehsprung nochmals 2,0 Punkte. Kurios, dass mit ebenfalls 2,0 Punkten Abzug eine Bodenberührung vor Kürbeginn gewertet werden mußte. Kleinere Unsicherheiten bei der Ausführung sind nie zu vermeiden, so dass Astrid mit immerhin guten 53,61 Punkten abschloss. Super knapp mit 0,02 Punkten hatte sie damit Sandra Gebhardt, RKV Erlangen, geschlagen. Unterirdisch präsentierte sich hingegen Julia Riedlinger, RSV Fürth-Vach, die 84,60 Punkte einreichte, enttäuschende 41,15 ausfuhr und auf den 6. Platz zurück fiel.

Milena Slupina, TSV Roth-Bernlohe, ist die absolute Spitzenfahrerin in Mittelfranken. Mit 173,50/159,29 holte sie nicht nur den Titel, sondern übertraf die Qualifikation von 80 Punkten für die Bayerische Meisterschaft grandios. Über der Qualifikationsmarke lag auch Vizemeisterin Larissa Schmaus, RSV Fürth-Vach, mit 109,20/91,62 Punkten. Auf den dritten Podestplatz schaffte es Sandra Richter vom Nachbarverein RC Wendelstein (70,10/58,50). Ihre Vereinskolleginnen Barbara und Saskia Swoboda kamen auf den 7. bzw. 8. Platz.

Foto: Der gelungene „Reitsitzsteiger“ brachte 3,1 Punkte.