Punktlandung zum Saisonabschluss: Leon knackt die 100 Punkte

Ein letztes Mal in dieser Saison hieß es: fünf Minuten volle Konzentration, die eigene Kür bestmöglich auf die Fläche bringen und noch einmal zeigen, was in den vergangenen Monaten erarbeitet wurde. Beim RKB Bundespokal in Amorbach hatte sich Leon dabei ein ganz persönliches Ziel gesetzt: Die 100-Punkte-Marke sollte fallen.

Am 31. Oktober und 1. November fand in Amorbach der RKB Bundespokal statt. Der bundesweite Pokalwettbewerb bildet zum Ende der Saison noch einmal eine schöne Gelegenheit, sich mit Sportlerinnen und Sportlern aus anderen Vereinen zu messen, Wettkampferfahrung zu sammeln und die Saison gemeinsam ausklingen zu lassen.

Das Starterfeld war in diesem Jahr etwas kleiner als gewohnt. Ein Grund dafür war sicherlich auch die zeitgleich stattfindende Hallenradsport-Weltmeisterschaft im nicht allzu weit entfernten Ludwigsburg.

Für den RMSC Solidarität Schwabach ging Leon Schmiedl im 1er Kunstradfahren der U19 männlich an den Start. Mit einem eingereichten Ausgangswert von 112,40 Punkten war sein Ziel für den letzten Wettkampf der Saison klar: 100 Punkte sollten es werden.

Konzentrierter Start in die Kür

Leon begann sein fünfminütiges Programm mit seiner Rückwärtsserie. Bis auf einige kleinere Wackler gelang ihm diese sehr gut und bereits nach der ersten Minute zeigte sich, dass er an diesem Tag gut in seiner Kür angekommen war: Gerade einmal rund 1,5 Punkte Abzug standen zu diesem Zeitpunkt auf der Anzeigetafel.

Auch im weiteren Verlauf fuhr Leon konzentriert und routiniert durch sein Programm. In der zweiten Minute hatte das Kampfgericht ebenfalls nur wenig zu beanstanden.

Besonders gut lief sein Steiger-Block, der mittlerweile zu Leons Lieblingspassagen in seiner Kür gehört. Vereinfacht lässt sich der Steiger ein wenig mit einem Wheelie vergleichen: Das Vorderrad befindet sich in der Luft und die Übungen werden auf dem Hinterrad gefahren.

Die erste Hälfte war geschafft und die erhofften 100 Punkte waren absolut in Reichweite.

Ein Sturz macht es noch einmal spannend

Dann folgte mit der Frontlenkerstanddrehung eines der neuen Elemente in Leons Programm. Hier musste er einen Sturz hinnehmen. Da die geforderte 180-Grad-Drehung im Stand auf dem Lenker zudem nicht vollständig gezeigt werden konnte, kam ein weiterer Abzug hinzu.

Das bis dahin komfortable Punktepolster schmolz damit deutlich.

Leon ließ sich davon jedoch nicht beirren, stieg wieder auf und setzte seine Kür konzentriert fort. Gerade nach einem Sturz schnell wieder den Fokus auf die nächste Übung zu legen, gehört schließlich genauso zum Wettkampfsport.

Im letzten Teil seines Programms schlichen sich noch ein paar kleine Unkonzentriertheiten ein. Einige Übungen beendete Leon etwas zu früh und verschenkte dadurch Punkte, die eigentlich nicht hätten liegen bleiben müssen.

Umso schöner war dafür der Abschluss seiner Kür: Der Übergang zum Kehrhang-Standsteiger, der beim Bayern-Cup-Finale am 12. Oktober in Oberschleißheim noch nicht funktioniert hatte, gelang diesmal. Auch den anschließenden Standsteiger konnte Leon zeigen.

Sichtlich zufrieden verließ er nach fünf intensiven Minuten die Wettkampffläche.

Jetzt begann das Zittern …

Denn noch war die Wertung nicht endgültig.

Während sich das Kampfgericht beriet, veränderte sich die angezeigte Punktzahl immer wieder. Mal rutschte sie knapp unter die 100, dann wieder darüber.

Und so wurde es ausgerechnet nach der Kür noch einmal richtig spannend.

Dann stand das Ergebnis fest:

100,00 Punkte! 🎯

Exakt die Punktzahl, die sich Leon für seinen letzten Wettkampf der Saison vorgenommen hatte.

Damit gelang ihm zum Saisonabschluss eine echte Punktlandung. Besonders schön: Trotz des Sturzes bei einem neuen Element und einiger kleiner Reserven im letzten Teil der Kür knackte Leon erstmals die gewünschte dreistellige Marke.

Gleichzeitig zeigt der Blick auf seinen Ausgangswert von 112,40 Punkten auch, dass für die kommende Saison noch einiges an Potenzial vorhanden ist. Darauf lässt sich aufbauen!

Herzlichen Glückwunsch, Leon, zu den 100,00 Punkten und einem richtig schönen Abschluss einer langen und intensiven Wettkampfsaison! 💙

Nun heißt es kurz durchschnaufen, weitertrainieren und Schritt für Schritt an den nächsten Zielen arbeiten.